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#3146

Claude Monet – Orte der Inspiration. Aus Anlass der Ausstellung im Museum Barberini in Potsdam

Seminar mit Dr. Alice Gudera
03. März 2020 (10.30 Uhr - 13.00 Uhr)
Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am Nachmittag an.

Aus Anlass der großen Überblicksschau im Potsdamer Museum Barberini widmen wir uns ausführlich dem Werk des französischen Impressionisten Claude Monet (1840–1926), der vermeintlich so gut bekannt ist, in dessen Werk sich jedoch immer wieder neue Aspekte entdecken lassen. Die Ausstellung „Monet. Orte“ versammelt Bilder des Künstlers, die in den Metropolen Paris und London, den Seine-Dörfern Argenteuil, Vétheuil und Giverny, an den Küsten der Normandie und der Bretagne, an fernen Zielen wie Bordighera, Antibes und Venedig entstanden sind. Stets suchte Monet die Nähe zum Wasser, dem zentralen Motiv seiner Arbeit. Es offenbart sich in einer künstlerischen Vielfalt, die sich keineswegs im Begriff Impressionismus erschöpft.

Über sechzig Jahre lang malte Monet. Sein Œuvre ist insbesondere für die Entwicklung der französischen Landschaftsmalerei von unschätzbarer Bedeutung. Bereits in den späten sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts fängt er als einer der ersten an, die Natur im jeweils momentanen Licht- und Lufteindruck auf die Leinwand zu bannen. In und um Paris wie an der normannischen Küste findet Monet zunächst seine Sujets, schließlich kommen mit seinem späteren Domizil Giverny neue Aspekte in sein Werk: Die Lichtspiele werden subtiler, die Serien entstehen und damit die Frage nach Zeit im Bild, die sich jener nach dem flüchtigen Augenblick anschließt. Reisen nach London und Venedig bieten neue Inspirationen, fördern Arbeiten mit gesteigerter Intensität und malerischer Kraft. Monets lyrisches Spätwerk, zu dessen Höhepunkten die großformatigen Seerosenbilder gehören, wird uns zeigen, wie sehr sich seine Kunst von den Anfängen gelöst hat und nun stärker auf die Erinnerung als auf das unmittelbar Gesehene setzt.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Dienstag, 3. März 2020, 10.30 bis 13 Uhr
KOSTENBEITRAG 22 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr.  Alice  Gudera
Dr. Alice Gudera
Studium der Kunstgeschichte und Anglistik in Bochum und Berlin, Promotion über ein Hauptwerk der mittelalterlichen Goldschmiedekunst. Mitarbeit an Ausstellungen, Publikationen über mittelalterliche Kunst sowie Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. Freie Mitarbeiterin der Kunsthalle Bremen und der Freunde der Kunsthalle (www.alicegudera.de).